Stadt Porta Westfalica, Deutschland
Modernisierung der Kläranlage


vollbiologische Kläranlage Möllbergen
Der Abwasserbetrieb der Stadt Porta Westfalica wurde für die transparente Zugriffsmöglichkeit auf alle Daten, nach ISO 9001 und DIN EN 14001 zertifiziert.

Täglich betreiben rund 40 Mitarbeiter zwei größere Klärwerke, Möllbergen und Nammen, sowie 20 Pumpstationen, neun Rückhaltebecken und zwölf Regenüberläufe.

Die vollbiologische Kläranlage Möllbergen sammelt das Abwasser von vier südlichen Stadtteilen, ca. 12.000 Einwohnern, Porta Westfalicas.




Die Applikation

Im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen wurden die Belüftungstechnik, die Vorreinigung, die Schlammentwässerung und die Elektro- und Automatisierungstechnik im Klärwerk Möllbergen erneuert. Dazu gehören die Fernüberwachung der Unterstationen sowie eine direkte Verbindung zwischen den Automatisierungs- und SAP-Systemen als Grundlage für eine laufzeitabhängige Wartung.

Beide Kläranlagen können über das Microsoft-basierte, multitaskingfähige Prozessleitsystem (PLS) in der Leitwarte bedient und beobachtet werden. Neben dem offenen PLS Aucoprovis von Firma Aucotec war den Betreibern wichtig, ein Bussystem einzusetzen, welches auf offenen Schnittstellen basiert.

Hier kam aufgrund der guten Erfahrung mit INTERBUS ST-Modulen im Schwester-Klärwerk Nammen nur das Feldbussystem INTERBUS in Frage.


Die Lösung


Für das Projekt Möllbergen wurde eine S7-SPS und INTERBUS ausgeschrieben. Anstelle der S7-SPS entschied man sich allerdings für eine offene, IEC-61131-3-basierende Steuerung, den RFC 430 von Phoenix Contact.

Ergänzt wurde diese Lösung durch zwei moderne, dezentrale SPSen vom Typ ILC 200 IB und entsprechende Inline-I/O-Module.

IEC-61131-3-basierende Steuerung - RFC 430



Über INTERBUS werden analoge und digitale Signale wie die Stromverbrauchswerte der Aggregate, die pH-Werte, Temperatur und Sauerstoffgehalt eingeschleift und zur Steuerung übertragen.

Eine Steuerung vom Typ ILC befindet sich dabei direkt im Klärwerk, eine weitere Steuerung in einer dezentralen Pumpstation, die über eine analoge Telefonleitung an die Leitwarte angebunden ist.

Die Software Acron Connect ermöglicht hier eine offene Fernwirklösung.


Fazit

Offene Programmierschnittstellen und eine flexible Lösung, in der alles kompatibel ist, machen die Anlagen unabhängig und sorgen somit für Zukunftssicherheit in der Kläranlage Porta Westfalica.


Weitere Möglichkeiten



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