Stadtentwässerung München, Deutschland
Einsatz eines neuen Prozessleitsystems
Nach einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren erhielt Firma Hautz GmbH aus Lenting, Spezialist für rechnergestützte Automation, den Auftrag, die Fernwirktechnik der dezentralen Kanalnetz-Stationen der Regenmesser und Regionaleinleiter zu modernisieren.
In diesem Projekt wurden Überspannungsschutz, Signalkonverter, Stromversorgungen sowie Automatisierungstechnik von Phoenix Contact vorgesehen.

Die Applikation
32 Stationen, welche im Stadtgebiet von München verteilt sind, sollten dezentral automatisiert sowie sämtliche Daten zum Klärwerk übertragen werden.
Die Messdaten von den Freiluftschränken sollten mittels Festverbindung eines Telefonanbieters zu einer Subzentrale geführt und über ein eigenes Glasfaserkabel ca. 14 km zum Klärwerk übertragen werden.
Ebenso war die Installation einer weiteren Subzentrale direkt im Klärwerk gewünscht; welche über eigene Fernmeldeleitungen von vier weiteren Stationen Daten zur Verfügung stellt. Die Anbindung an das Prozessleitsystem sollte über einen OPC-Server erfolgen.

Die Lösung
In den Außenstationen sorgen jetzt Steuerungen vom Typ ILC 200 IB mit I/O- Modulen sowie RS232 Scheiben aus der IP20-Produktfamilie Inline und entsprechende Modems für einen reibungslosen Betrieb.
Als Subzentrale 1 kommt eine Hochleistungs-SPS vom Typ RFC 430 mit insgesamt 27 Inline RS232 Modulen und 27 auf Standleitungsbetrieb konfigurierten Phoenix Contact-Modems zum Einsatz.
Alle Spannungsversorgungs- und Telefonleitungen werden durch Überspannungsschutzprodukte gesichert. In der Subzentrale 2 sammelt eine RFC 430-Steuerung über RS485-Verbindungen die Daten ein.
Durch den Einsatz unseres Fernwirksystems „AUTOMATIONWORX für Remote Systeme – Resy+“ kann die Datenübertragung sowohl über Festverbindungen des Telefonanbieters Telekom, als auch über eigene Standleitungen erfolgen.
Die Daten der RFCs gehen über LWL-Umsetzer zum zentralen Switch im Klärwerk und werden über einen PC mit INTERBUS OPC-Server dem Leitsystem zur Verfügung gestellt.

Fazit
- Einsatz von Standard-Komponenten
- Kombination von Fernwirkstation und Steuerung in einem Gerät
- gleiche Hard- und Software für die Datenübertragung über fremde und eigene Leitungen
- preislicher Vorteil gegenüber anderen angebotenen Lösungen


