Gaz de France Exploration GmbH in Lingen, Deutschland
Drahtloses Signalübertragungssystem RAD-Line IO
47 Bohrungen fördern ein Gemisch aus Erdöl, Gas und Salzwasser aus bis zu 900 Metern Tiefe.

Die Applikation
Das Nass-Öl wird zu Dreiphasen-Separatoren gefördert. Ein Großteil des Gases wird abgetrennt und die Flüssigkeit wird in zwei 5.000 m3 Tanks auf dem Betriebsplatz abgeführt. Dort wird in drei Schichten, Salzwasser, Öl sowie verbliebenes Gas getrennt. Das Öl wird unter Zugabe von Prozesswasser zur Entsalzung in einen weiteren Tank gepumpt und dort über einen Wärmetauscher und die Feinentwässerung in die Reinöltanks geleitet. Das Gas dient der betriebseigenen Energieversorgung.
Das abgeschiedene Salzwasser wird mittels 180 kW-Einpresspumpen über sechs Injektionsbohrungen wieder in das Speichergestein gepresst. Der Einpressdruck von 55 bis 80 bar muss als wichtiger Prozessparameter kontinuierlich überwacht werden. Vor der Umstellung auf Funk wurden die Messstationen an den Bohrungen zur Erfassung der Messwerte einmal täglich begangen. Die Bohrungen sind in einem 7,5 km mal 3,5 km großen Erdölfeld schwer zugänglich und zum Teil durch eine Bahnstrecke voneinander getrennt. Eine Kabellösung wäre unwirtschaftlich.

Die Lösung
Sender und Empfänger.
Durch den Einsatz von Richtantennen ist die Entfernung von 600 Metern trotz schwieriger Umgebungsbedingungen unproblematisch. Die RAD-Line IO-Module verwenden die robuste Trusted Wireless Funktechnik und werden auch durch Bahnbetrieb oder Hochspannungsanlagen nicht gestört.
Eine Bohrung liegt in schwierigem Gelände am südöstlichen Rand des Erdölfeldes, wo überhaupt keine Infrastruktur vorhanden ist. Hier werden Funkmodule und Sensoren mit
einer Solarstromversorgung von Phoenix Contact gespeist, die von für den Einsatz in industriellen Funkanwendungen konzipiert wurde.
Das Solarmodul besitzt neben den Solarzellen einen vorkonfigurierten Schaltschrank mit Laderegler, Solarbatterien und Überspannungsschutz. Das System ist so dimensioniert, dass auch an kurzen dunklen Wintertagen ausreichend Solarstrom vorhanden ist.

Fazit
Elektromeister Friedrich Schulte, bei der Gaz de France Exploration Deutschland GmbH verantwortlich für die Mess- und Regeltechnik: „Trusted Wireless von Phoenix Contact ist wirtschaftlich, zuverlässig und vor allen Dingen einfach zu handhaben. Für uns ist diese Technologie zukunftsweisend, ein manuelles Ablesen der Messwerte wird es bei uns bald nicht mehr geben."


