Air Liquide GmbH in Stade, Deutschland
Zeit- und Platzreduzierung durch Process-Interface-Konzept


Produktion von Gasen wie  Stickstoff, Sauerstoff, Argon, Kohlendioxid, Wasserstoff sowie Kohlenmonoxid
Die Air Liquide GmbH in Stade gehört zu dem internationalen Air Liquide Konzern, dem weltweit führenden Lieferanten für technische und medizinische Gase.

Am Standort Stade werden die Gase Stickstoff, Sauerstoff, Argon, Kohlendioxid, Wasserstoff sowie Kohlenmonoxid produziert.




Die Applikation


Die meisten der genannten Gase sind brennbar, daher ist die gesamte Anlage in explosionsgefährdete Bereiche der Zone 2 (Freiluft) gemäß der Richtlinie EN 60079-14 eingestuft.

Als die Produktionskapazitäten wesentlich erweitert werden sollten, war es Aufgabe der Techniker und Ingenieure, eine schnelle und flexible Anlagenerweiterung zu planen. Die Erweiterung sollte in einem engen Zeitplan stattfinden. Nur für 40 Tage durfte die Produktion unterbrochen werden.

700 neue Signale wurden in einem Netzwerk aus Leitsystem (PLS) und sicherheits-gerichteten Steuerungen mit 1200 anlogen und digitalen Ein/Ausgabe-Signalen eingebunden. Rund 30% der Signale sind sicherheits-gerichtet und unter anderem nach SIL 2 gemäß der Norm IEC 61508 klassifiziert.

700 neue Signale in einem Netzwerk aus Leitsystem (PLS) und sicherheitsgerichteten Steuerungen mit 1200 anlogen und digitalen Ein/Ausgabe-Signalen



Process-Interface-Konzept

Die Verantwortlichen von Air Liquide haben sich für das Process-Interface-Konzept von Phoenix Contact entschieden. Das Process-Interface besteht aus nur 12,4 mm schmalen, modularen Grundklemmen sowie steck- und kodierbaren, ebenfalls nur 12,4 mm schmalen Ex-i- Elektronikmodulen.

Früher erfolgte die Ex-Trennung mit herkömmlichen Ex-i-Interfacekomponenten, wobei die aus dem Ex-Bereich kommenden Stammkabel zunächst mit Reihenklemmen verdrahtet und rangiert wurden.



Erklärung zur Grafik:

1. Prüfbuchsen

2. Übersichtliche Beschriftung

3. Messertrennung

4. Übersichtliche Beschriftung

5. Automatische Kodierung beim Einbau
    der Elektronik

6. Versorgungsspannung brückbar

7. optional: mit integriertem Überspannungs-
    schutz, PA-Kontakt zur Tragschiene

Process-Interface-Konzept



Mit dem Process-Interface-Konzept kann die Ex-Trennung mit den Eingangsklemmen kombiniert werden, womit sich eine komplette Tragschiene mit Reihenklemmen einsparen lässt. Dadurch reduziert sich nicht nur der Platzbedarf deutlich, sondern auch mögliche Fehlerquellen.

Die integrierten Trennmesser und Prüfbuchsen ermöglichen eine problemlose Trennung der Ex-i-Leitungen. Dies erleichtert die Inbetriebnahme erheblich und durch die Steckbarkeit der Ex-i-Module sind auch spätere Funktionsanpassungen einfach durchführbar.

Neben den Process-Interface- und Varioface-Übergabemodulen hat Air Liquide weitere Komponenten von Phoenix Contact, wie beispielsweise Stromversorgungen, Reihenklemmen, Schirmanschlüsse sowie Sicherungsklemmen eingesetzt.


Fazit


Jens Ruff, Produktionsleiter Synthesegase, Air Liquide GmbH
Jens Ruff, Produktionsleiter Synthesegase, Air Liquide GmbH: „Die Produkte von Phoenix Contact, besonders das Process-Interface-Konzept, haben uns nicht nur die Erweiterung mit deutlicher Zeit- und Platzreduzierung ermöglicht, sondern darüber hinaus künftige Anpassungen erleichtert. Die technische Durchgängigkeit ist quasi automatisch gegeben und unser Einkauf hatte es nur mit einem Ansprechpartner zu tun.“



Weitere Möglichkeiten



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