Air Liquide GmbH in Stade, Deutschland
Zeit- und Platzreduzierung durch Process-Interface-Konzept
Am Standort Stade werden die Gase Stickstoff, Sauerstoff, Argon, Kohlendioxid, Wasserstoff sowie Kohlenmonoxid produziert.

Die Applikation
Als die Produktionskapazitäten wesentlich erweitert werden sollten, war es Aufgabe der Techniker und Ingenieure, eine schnelle und flexible Anlagenerweiterung zu planen. Die Erweiterung sollte in einem engen Zeitplan stattfinden. Nur für 40 Tage durfte die Produktion unterbrochen werden.
700 neue Signale wurden in einem Netzwerk aus Leitsystem (PLS) und sicherheits-gerichteten Steuerungen mit 1200 anlogen und digitalen Ein/Ausgabe-Signalen eingebunden. Rund 30% der Signale sind sicherheits-gerichtet und unter anderem nach SIL 2 gemäß der Norm IEC 61508 klassifiziert.

Process-Interface-Konzept
Die Verantwortlichen von Air Liquide haben sich für das Process-Interface-Konzept von Phoenix Contact entschieden. Das Process-Interface besteht aus nur 12,4 mm schmalen, modularen Grundklemmen sowie steck- und kodierbaren, ebenfalls nur 12,4 mm schmalen Ex-i- Elektronikmodulen.
Früher erfolgte die Ex-Trennung mit herkömmlichen Ex-i-Interfacekomponenten, wobei die aus dem Ex-Bereich kommenden Stammkabel zunächst mit Reihenklemmen verdrahtet und rangiert wurden.

1. Prüfbuchsen
2. Übersichtliche Beschriftung
3. Messertrennung
4. Übersichtliche Beschriftung
5. Automatische Kodierung beim Einbau
der Elektronik
6. Versorgungsspannung brückbar
7. optional: mit integriertem Überspannungs-
schutz, PA-Kontakt zur Tragschiene

Mit dem Process-Interface-Konzept kann die Ex-Trennung mit den Eingangsklemmen kombiniert werden, womit sich eine komplette Tragschiene mit Reihenklemmen einsparen lässt. Dadurch reduziert sich nicht nur der Platzbedarf deutlich, sondern auch mögliche Fehlerquellen.
Die integrierten Trennmesser und Prüfbuchsen ermöglichen eine problemlose Trennung der Ex-i-Leitungen. Dies erleichtert die Inbetriebnahme erheblich und durch die Steckbarkeit der Ex-i-Module sind auch spätere Funktionsanpassungen einfach durchführbar.
Neben den Process-Interface- und Varioface-Übergabemodulen hat Air Liquide weitere Komponenten von Phoenix Contact, wie beispielsweise Stromversorgungen, Reihenklemmen, Schirmanschlüsse sowie Sicherungsklemmen eingesetzt.

Fazit


