BP Raffinerie in Ohio, USA
56 000 Euro eingespart durch Funkverbindung

Die Applikation
Im Bereich der Funkstrecken verlaufen Hochspannungsleitungen mit starken Störfeldern. Deren Einfluss auf die Übertragungsqualität sollte untersucht werden. Erschwerend kam hinzu, dass die Standorte der Erdöltanks über keine eigene Stromversorgung verfügen.

Als Testobjekt wurde eine entfernt gelegene Grundwasserpumpe gewählt. Hier musste der Pegel gemessen und bei Erreichen eines Grenzwertes Alarm gegeben werden.
Die Pumpe ermittelt mit Ultraschall den Pegelstand und stellt ihn als analoges Signal zur Verfügung. Bei Erreichen des oberen Grenzwertes generiert ein Grenzwertschalter zusätzlich ein digitales Alarmsignal.

Die Lösung
Bis zu acht analoge und digitale Erweiterungsmodule sind je Station anschließbar und können somit passend zur jeweiligen Anwendung ausgewählt werden. Auf der Steuerungsseite können die Informationen von einer (point-to-point) oder mehreren (multipoint- to-point) Feldstationen über Modbus-Protokoll ausgewertet werden.
Bis zu 255 Feldstationen lassen sich an einem Master betreiben. Die gesamte Hardware wird autark über ein Solarsystem mit Solarpanel, Batterie und Laderegler versorgt.

Fazit
Die Funkverbindung arbeitete in dieser stark belasteten Umgebung ausgesprochen zuverlässig.
Auch der wirtschaftliche Vorteil wurde untersucht: Die Verkabelung der Anlage hätte ein Ausheben von Gräben und Einziehen von Kabeln über eine Länge von etwa 700 Metern notwendig gemacht. BP ging im konkreten Fall von etwa 80 Euro pro Meter aus. Insgesamt konnten somit über 56 000 Euro eingespart werden.
Der BP-Konzern hat nach den positiven Tests die drahtlosen Übertragungssysteme von Phoenix Contact in den Produktionsbetrieb am Ohio River integriert. Dort wurden 16 Erdöltanks ausgestattet.


